Cornas: die AOC des grossen «vin noir»

Bei unserem Abstecher in den Süden durchqueren wir auf 50 Kilometern die Appellation Saint-Joseph, um die Appellation Cornas zu erreichen. Auf dem rechten Rhoneufer gelegen, ist sie die südlichste Appellation der (roten) nörd­lichen Côtes du Rhône, die hier, gegenüber von Valence, enden. 1936 gegründet, ist die Mini-Appellation Cornas eine der allerersten französischen AOCs. Sie umfasst insgesamt rund 100 Hektaren und liegt ausschliesslich auf Gemeindegebiet von Cornas und auf den Hängen, die an die Appellation Saint-Joseph anschliessen. In keltischer Sprache bedeutet «Cornas» verbrannte Erde.

Auch hier ist die Syrah die einzige autorisierte Rebsorte. Sie ergibt ausnehmend mächtige, eine Spur rustikale Weine von dunkler, fast schwarzer Farbe mit violetten Reflexen. Die Weine von Cornas, stoffig und reichhaltig, sind berühmt dafür, sehr gut zu altern. Die Weinregion existiert seit der Antike: das Anlegen der Terrassen soll auf die Römer zurückgehen. Der Legende nach probierte Karl der Grosse bei seiner Durchreise im Jahr 840 in Cornas dessen Wein und schätzte ihn dermassen, dass er sich einige Fässer in seine Residenz in Aix-la-Chapelle schicken liess. Die Rebberge der Appellation liegen wie in einem Amphitheater auf terrassierten Hängen; diese schmalen Terrassen werden chaillées genannt. Im Gegensatz zur AOC Côte-Rôtie ist das Klima hier deutlich von mediterranen Einflüssen geprägt.

Domaine Dumien-Serrette, Cornas

Authentizität, Einfachheit, Bodenständigkeit: DIVO konnte gar nicht anders, als sich für diese winzige Domäne von 2,5 Hektaren zu interessieren. Gilbert Serrette ist vor einem Jahr in Pension gegangen und hat die Leitung an seinen Sohn Nicolas übergeben. Dieser hat das Winzerhandwerk an Ort und Stelle gelernt, zuerst bei seinem Grossvater, dann bei seinem Vater. Daneben arbeitet er weiter in seinem Beruf als Informatiker bei einem grossen Unternehmen, das Wohnwagen produziert.

Authentizität, Einfachheit, Bodenständigkeit: DIVO konnte gar nicht anders, als sich für diese winzige Domäne von 2,5 Hektaren zu interessieren. Gilbert Serrette ist vor einem Jahr in Pension gegangen und hat die Leitung an seinen Sohn Nicolas übergeben. Dieser hat das Winzerhandwerk an Ort und Stelle gelernt, zuerst bei seinem Grossvater, dann bei seinem Vater. Daneben arbeitet er weiter in seinem Beruf als Informatiker bei einem grossen Unternehmen, das Wohnwagen produziert.

Die familieneigenen Reben wachsen auf dem sehr steilen Hang des Patou, in einer nach Südosten ausgerichteten Parzelle. Im oberen Teil dominiert stark zersetzter Granit, im unteren Schwemmlandböden. Die Rebstöcke sind hundert Jahre alt, die Erträge folglich gering. Die Wurzeln reichen weit in die Tiefe, um ihre Nährstoffe zu suchen, was diese «schwarzen», sehr konzentrierten und gut strukturierten Weine ergibt. Das Weingut produziert 4000 Flaschen pro Jahr, und zwar von einer einzigen Cuvée. Bei der Familie wird erst seit 1983 in Flaschen abgefüllt, vorher wurde der Wein offen an die Kooperative verkauft.

Nicolas (links) und Gilbert Serrette im kleinen Weinkeller der Familie
Nicolas (links) und Gilbert Serrette im kleinen Weinkeller der Familie.

Man kann sich kaum einen handwerk­licheren Keller vorstellen, mit seinen uralten Mauern und seiner antiken Presse. Hier wird «à l’ancienne» vinifiziert, in einem Cuve mit heruntergedrücktem Tresterhut. Der Deckel dieses Tanks besteht aus Weidengeflecht und wird von Hand eingetaucht, damit der Tresterhut mit dem Most in Kontakt bleibt. Der Trester- oder Maischehut bezeichnet die während der Gärung auf dem Most schwimmende Masse aus Traubenteilen. Um bei einem offenen Behälter eine gute Verteilung der phenolischen Bestandteile und Aromen zu gewährleisten, die in der Maische vorhanden sind, muss der Tresterhut regelmässig in den Most getaucht werden. Diesen Vorgang nennt man Pigeage (Stösseln). Diese Prozedur verhindert das Austrocknen des Tresterhuts. Mit dem System des Deckels, der den Gärbehälter verschliesst, trocknet die Maische nie aus, denn sie bleibt stets untergedrückt und damit während der ganzen Gärung in Kontakt mit dem Most. «Wir arbeiten gerne auf diese Weise, denn so sehen wir, was passiert im Gärbehälter , erklärt Vater Gilbert. «Wir haben den Most vor Augen und nicht nur den Tresterhut. Und mit dem eingetauchten Tresterhut brauchen wir nicht zu stösseln. Die Extraktion vollzieht sich sehr sanft, fast wie beim Ziehenlassen eines Kräutertees. Wenn das Ausgangsmaterial von guter Qualität ist, dann kann man nur zuschauen und überwachen. Mit dem eingetauchten Tresterhut forcieren wir nichts, wir plagen die Trauben nicht, pressen sie nicht, zerquetschen sie nicht – und wir respektieren die Eleganz der Tannine.»

Die Degustation im Keller erlaubt es uns, mehrere Jahrgänge der Cuvée Patou (2009, 2011, 2014, 2015) miteinander zu vergleichen. Allen gemeinsam ist diese beeindruckende, sehr dunkle, tintenschwarze Robe sowie verblüffende Cassisaromen in der Nase. Im Gaumen zeigen die Weine einen dichten, rassigen und tiefgründigen Stoff mit robusten Tanninen und fleischiger Frucht. Der Holzeinsatz ist stets bestens gemeistert, was diesen Syrahweinen ihre ganze Finesse bewahrt. Der Ausbau erfolgt in französischen Barriques, die bis zu sechs Jahre alt sind.

Willkommensangebot

Möchten Sie jemanden aus Ihrem Freundes- oder Bekanntenkreis dazu einladen, Mitglied beim Club DIVO zu werden?

Klicken Sie auf «Zum Warenkorb hinzufügen» und tragen Sie die notwendigen Angaben (Name, Vorname, Mailadresse) im Formular ein.

Verschenken Sie eine Mitgliedschaft für ein Jahr und erhalten Sie bei Ihrer nächsten Bestellung einen Bon im Wert von CHF 50.– (sobald die Mitgliedschaft bezahlt ist).


25.- / pro «Pate (Götti)»
Zu Warenkorb hinzufügen Dem Warenkorb hinzufügen

Processus

Ihre Vorteile als DIVO-Patin oder -Pate

Sie teilen
Ihre Weinpassion mit Ihren «Patenkindern»

Sie erhalten
einen Gutschein im Wert von CHF 50.– bei Ihrer nächsten Bestellung

Sie unterstützen
die Weine kleiner Produzenten